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ECA, Eisen, E-Nummern, Enzyme, Ephedrin

ECA

ECA ist eine sowohl bei Steroidbenutzern als auch bei Naturals sehr beliebte Kombination zur Körperfettreduktion und darüber hinaus die nach Clenbuterol zweitpopulärste, hormonfreie Kombination im Bodybuilding. ECA besteht aus Ephedrinhydrochlorid, Koffein und Acetylsalicylsäure. Üblicherweise werden drei mal täglich 20 mg Ephedrinhydrochlorid, 200 mg Coffein und 300 mg Acetylsalicylsäure etwa 30 Minuten vor einer Malzeit eingenommen. Die Einnahmedauer beträgt in der Regel 4-8 Wochen. Die Einnahme sollte gemäß folgender Tabelle einschleichend erfolgen.

  Tag 1 Tag 2 Tag 3 Tag 4 Tag 5 Tag 6
Morgens X X X X X X
Mittags     X X X X
Abends         X X

X = 20 mg Ephedrin-HCL, 200 mg Koffein, 300 mg Acetylsalicylsäure

Warum E,C und A?

Die durch Ephedrin initiierten Prozesse unterliegen mehreren positiven und negativen Rückkopplungen, so dass die Wirkung nach gut zwei Wochen wieder auf Null wäre, wenn nicht durch die additive Gabe von Acetylsalicylsäure und Coffein Abhilfe geschaffen werden könnte. Beide Substanzen sind in der Lage, die für die oben genannten Rückkopplungsprozesse verantwortlichen Botenstoffe zu blockieren oder deren Synthese zu verhindern. ASS potenziert darüber hinaus die Wirkung von Ephedrin und Coffein und verlängert die Wirkung des Coffeins, indem es seinen Abbau verzögert. Coffein wiederum steigert die schmerzstillende Wirkung des Aspirin und potenziert die Eigenschaften von zentral wirkenden Sympathomimetika wie Ephedrin und Clenbuterol. 

Ergebnisse

Bei beschriebener Anwendung von ECA kann man innerhalb einer Anwendung von vier Wochen mit einem Gewichtsverlust von bis zu zehn Kilogramm rechnen, insofern man seine Kohlenhydratzufuhr einschränkt und durch aerobe Ausdauerleistung niedriger Intensität die fettfreisetzende Wirkung des Ephedrin unterstützt. Bemerkenswert ist, dass Tests an übergewichtigen Personen, die weder Ihre Ernährungsgewohnheiten änderten, noch Sport trieben, zu einer ähnlich hohen Gewichtsreduktion in nur acht Wochen führten. Dieser Gewichtsverlust resultierte zu 90 % aus Verlusten an Körperfett.

ECA besitzt zwar nur geringe addiktive Eigenschaften, sollte aber aufgrund der hohen Nebenwirkungen keinesfalls kontinuierlich eingenommen werden. Wenn nach zwei bis drei Wochen ein scheinbarer Stillstand des Gewichtsverlustes eingetreten ist, darf auf keinen Fall die Dosierung oder der Einnahmeintervall erhöht werden. Die exzellenten fettverbrennenden Eigenschaften des Ephedrin bleiben Stunde für Stunde aufgrund der hohen Halbwertzeit von 6-7 Sunden über mindestens acht Wochen in gleichbleibender Höhe erhalten. Dieser scheinbare Stillstand kommt meist von der Gewöhnung an das Coffein und der damit einhergehenden Verringerung des diuretischen Effektes sowie von der gesteigerten Aufbaurate fettfreier Masse.

Quellen:
H.Gärtner, R.Pohl: "Der Steroidersatz", Sportverlag Ingenohl 1994
K.Schmidt, M.Zerbst:"Aspirin -  mehr als nur ein Kopfschmerzmittel", Thieme Verlag 1997
Römpp: "Chemie Lexikon", Thieme Verlag 1992
Ärzte Zeitung, Ärzte Zeitung Verlagsgesellschaft mbH, Ausgabe vom 22.06.1998

 

Eisen

Chemische Kurzbezeichnung: Fe

Gängigste Handelsformen: Eisensulfat, Eisenfumarat

Hauptfunktion: Bestandteil von Hämoglobin, Myoglobin und Enzymen, Sauerstofftransport

Mineralgehalt im Körper: 4 - 5 g

Beeinflussende Stoffe: nicht bekannt

Vorkommen: Leber, Fisch, Hülsenfrüchte, grünes Gemüse, Hefe, Vollkornprodukte

Haltbarkeit in Lebensmitteln: nicht bekannt

Mangelerscheinungen: niedriger Blutdruck, Muskelschwäche

Überdosierungserscheinungen: Ab einer Menge von 100 mg: Schwächung des Immunsystems, bis hin zu Vergiftungen

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 10 - 18 mg / Frauen 10 - 18 mg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 20 - 35 mg

Bemerkenswertes:

bulletEisen verbessert die Resorption von Vitamin C

 


 

E-Nummern

E-Nummern auf der Zutatenliste geben die Zusatzstoffe nach EG-Norm an. E 406 steht beispielsweise für den Zusatzstoff Agar-Agar, der als Geliermittel verwendet wird.

Je nach Verwendungszweck werden die Zusatzstoffe mit Klassennamen bezeichnet. Klassennamen sind z.B. Aromastoffe, Emulgatoren, Farbstoffe, Geliermittel, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Säuerungsmittel, Stabilisatoren, Überzugsmittel und Verdickungsmittel.

In der Zutatenliste muss dem Klassennamen die Bezeichnung des Zusatzstoffes oder dessen E-Nummer folgen (z.B. Farbstoff ß-Carotin oder Farbstoff E 116 a). Der Ernährungsbericht 1996 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. hat ergeben, dass zwei von drei befragten Verbrauchern nicht wissen, was sich hinter den E-Nummern auf den Lebensmittelverpackungen verbirgt.

Enzyme

Enzyme spielen eine wichtige Rolle in unserem Körper. Ohne Enzyme kann kein Organismus leben. Sie haben so viele unterschiedliche Funktionen im Körper, so dass man eine ganze Enzyklopädie damit füllen könnte.

Leider sind Enzyme nur schwer vor Umwelteinflüssen zu schützen.
Hitze, UV-Licht, Sauerstoff etc. können ein Enzym so weit denaturieren, dass es für unseren Körper nutzlos wird. Man hat schon vor Jahren in der Tiermedizin festgestellt, dass rohe Kartoffeln - im Gegensatz zu gekochten Kartoffeln - einen positiven Einfluss auf die Nahrungsverwertung und das Verhältnis zwischen Körperfett und Magermasse haben. Rohe Kartoffeln haben einen hohen Enzymgehalt. Durch das Kochen der Kartoffeln wurden ein Großteil der Enzyme wirkungslos.

Daher sollte man darauf achten, viel Rohkost in seine Ernährung aufzunehmen. Falls man sich dazu entschließt seine Massen an Bodybuilding-Nahrung besser verarbeiten zu wollen, sollte man darauf achten, dass die erworbenen Enzym-Tabletten oder Kapseln so beschaffen sind, dass sie durch die Magensäure nicht zerstört werden.

Einige der wichtigsten Enzyme:

  1. Papain (aus der Papaya)
    Vermindert Entzündungen und vermehrt den Tumor Necrosis Faktor (TNF), der Tumore zerstört. Außerdem tötet es Bakterien bei Magenbeschwerden wie Gastritis oder Ulcerus.
     
  2. Bromelain (aus dem Ananasstamm)
    Reduziert Schwellungen und Entzündungen von Gelenken. Hilfreich bei Verbrennungen, Thrombose, Cellulitis und Hautkrankheiten. Beschleunigt die Heilung von Schrammen und Prellungen.
     
  3. Trypsin (aus der Bauchspeicheldrüse des Rindes)
    Verletzungen heilen schneller. Stärkt das Immunsystem und verdünnt das Blut bei Venenentzündung, Embolie und Thrombose. Es kann die Fibrinschicht auf Tumorzellen auflösen.
     
  4. Lipase (aus dem Aspergill-Pilz)
    Verbessert zusammen mit Pancreatin die Verdauung sowie die Funktion der Bauchspeicheldrüse.
     
  5. Chymotrypsin (aus tierischen Organen)
    Hilft dem Immunsystem bei dem Aufspüren von abnormem Zellwachstum und kann die Fibrinschicht um den Tumor auflösen. Verdünnt das Blut, damit der Tumor sich nicht ausbreiten kann.
     
  6. Rutin (aus diversen Pflanzen)
    Fängt freie Radikale ein und zerstört einige Virus- und zahlreiche Bakterienarten. Rutin repariert entzündete Venen und Kapillargefäße.
     
  7. Pancreatin (aus tierischen Organen)
    Das wichtigste Enzym im Verdauungsprozess. Bei älteren Menschen besonders wichtig.
     
  8. Amylase (aus dem Aspergill-Pilz)
    Fördert mit anderen Enzymen die Verdauung und die Nährstoffaufnahme aus der Nahrung

 

Ephedrin

Während eine Versorgung mit Acetylsalicylsäure und Coffein problemlos ist, gibt es in deutschen Apotheken leider keine nicht-verschreibungspflichtigen, reinen ephedrinhydrochloridhaltigen Präparate. Zur Zeit ist Vencipon das einzige rezeptfrei in deutschen Apotheken erhältliche Medikament. Es enthält, neben 1,5 mg Phenolphthalein gegen Verstopfung, immerhin 12,21 mg Ephedrinhydrochlorid pro Dragee und wird in Packungsgrößen à 60 Dragees angeboten. Ephedrin steht auf der Dopingliste des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Ephedrin besitzt starke fettverbrennende Eigenschaften. Diese entsteht durch das Auslösen einer Thermogenese, das heißt einer leichten Erhöhung der Körpertemperatur. Ephedrin dockt an die Rezeptorstellen der Fettzellen an und veranlasst diese vermehrt Fettsäuren freizusetzen, die dann neben hauptsächlich aus Fetten bestehenden Nahrungskalorien zur Aufrechterhaltung der Thermogenese verbrannt werden. Diese Steigerung der Stoffwechselrate führt bei selbst bei Beibehaltung der üblichen Nahrungsgewohnheiten zu einem Fettverlust.

Ephedrin hat eine stimulierende Wirkung auf die Ausschüttung der Nebennierenhormone Adrenalin und Noradrenalin. Diese beiden Hormone haben unter anderem die Aufgabe den Körper bei Gefahren in einen erhöhten Aufmerksamkeitsstatus zu versetzen. Dies geschieht indem sich Adrenalin und Noradrenalin an die Rezeptorstellen des braunen Fettgewebes im oberen Rücken setzen und dort durch Thermogenese (Wärmeentstehung) die Aktivität des Organismus erhöhen. Ein Teil der durch Ephedrin in den Blutkreislauf gelangten Fettsäuren werden folglich auch dort verbrannt. Das Hauptverbrennungsorgan ist allerdings die Skelettmuskulatur.

Ephedrin verringert die Proteinabbaurate und steigert vermutlich auch die Proteinsynthese. Es konkurriert mit dem katabolen Hormon Cortison um die Rezeptorstellen der Skelettmuskulatur. Somit bleibt auch während einer Diät die stoffwechselaktive Muskelmasse erhalten und daher auch der energetische Grundumsatz.

Aufgrund der Stimulation des zentralen Nervensystems und der optimierenden Wirkung des Ephedrins auf das Nerv-Muskel-Zusammenspiel führt eine maximal zwei bis drei mal wöchentliche Einnahme von 50 mg eine Stunde vor dem Training durch teils 5-15 prozentige Kraftsteigerungen zu einem bemerkenswerten Muskelwachstum. Mit Ephedrin kann nicht nur härter sondern auch länger trainiert werden, da es Erschöpfungszuständen und Konzentrationsmängeln entgegenwirkt. Bei der ECA-Anwendung ist dieser Vorteil durch die kontinuierliche Anwendung und die damit einhergehende Gewöhnung recht gering.

Auf die Einnahme Niacin-haltiger Präparate sollte während der ECA-Gabe verzichtet werden, da Niacin die Freisetzung von Fettsäuren aus den Fettzellen vermindert.

Die üblichen Nebenwirkungen wie Muskeltremor, erhöhter Puls und Blutdruck lassen nach einigen Tagen nach und sind in der Regel nach zehn Tagen nicht mehr akut. Ähnlich wie bei Clenbuterol kann auch bei Ephedrin eine Wachstumsstimulanz der Prostata und des Herzens nicht ausgeschlossen werden. Klinische Hinweise auf eine Wirkung auf die Rezeptoren dieser Organe existieren allerdings bislang nicht.

Eine reichhaltige natürliche Ephedrinquelle bietet die asiatische, aber auch im Mittelmeerraum vorkommende, Ma-Huang-Pflanze, die bereits seit über 5000 Jahren in der chinesischen Kräuterheilkunde mannigfache Anwendung findet. Wirkung und Nebenwirkung sind schwächer als bei dem chemisch hergestellten Ephedrinhydrochlorid, weshalb die adäquate Dosierung für 25 mg Ephedrin bei ca. 750 - 1000 mg Ma Huang liegt