Lecithin
Lecithin [Phosphatidylcholin (PC)] ist zusammen mit anderen
Phospholipiden wie Kephalin (Phosphatidylethanolamin),
Phoshatidylserin und Phoshatidylinositol wichtigster Bestandteil der
Zellmembran, wo sie als Lipiddoppelschicht vorliegen. Insbesondere Nerven-
und Gehirnzellen enthalten große Mengen an Lecithin. Lecithin enthält
große Mengen der mehrfach ungesättigten essentiellen Fettsäure Linolsäure
(Vitamin F), sowie
Cholin und
Inositol.
Es wirkt als Schutzbarriere der Magenschleimhaut und als Emulgator bei
der Fettverdauung und vermindert somit die Speicherung von Nahrungsfett in
den Fettzellen. Lecithin ist Lösungsmittel für Cholesterin und fördert dessen Rücktransport aus der Gefäßwand.
Es verbessert die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine und scheint in
Kombination mit Vitamin E antioxidativ zu wirken und damit den
Alterungsprozess zu verzögern. Lecithin schützt die Leber und verringert
die Giftigkeit von Arzneimitteln und Umweltgiften. Des weiteren verbessert
Lecithin die Fließeigenschaften des Blutes.
Lecithin ist Bestandteil der Zellmembran aller Lebewesen und kommt
somit überall vor. Hohe Gehalte weisen Eidotter, Hirn und pflanzliche
Samenzellen (besonders Soja) auf.
Mangelerscheinungen können Nervosität, frühzeitige Ermüdung,
Abgespanntheit und Erschöpfung sein.
Die übliche Dosis zur Nahrungsergänzung beträgt zwischen 5 und 20 Gramm
über den Tag verteilt zu den Malzeiten.
Als Emulgator wird Lecithin auch in der Lebensmittelindustrie
eingesetzt (E322).
Quelle:
Schäfer und Wywiol: "Lecithin – der unvergleichbare Wirkstoff", Strothe
Verlag Frankfurt/Main (1986)