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Magnesium, Mangan, MCT, Melatonin, Methionin, Molybdän

Magnesium

Chemische Kurzbezeichnung: Mg

Gängigste Handelsformen: Magnesiumsulfat, Magnesiumcarbonat, Magnesiumcitrat, Magnesiumoxid

Hauptfunktion: Knochenaufbau, Enzymaktivierung, Hemmung von Acetylcholin

Mineralgehalt im Körper: 20 - 30 g, davon 60% in der Knochensubstanz

Beeinflussende Stoffe: nicht bekannt

Vorkommen: Nüsse, Mandeln, Weizenkeime, Hafer, Obst, Gemüse, Fisch, Geflügel

Haltbarkeit in Lebensmitteln: nicht bekannt

Mangelerscheinungen: Nervosität, Knochenbrüchigkeit

Überdosierungserscheinungen: Ab einer Menge von 5-6 g: Müdigkeit, Durchfall, Übelkeit, Völlegefühl

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 350 mg / Frauen 350 mg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 400 - 1200 mg

Bemerkenswertes:

bulletBesonders die Proteinverstoffwechselung erfordert erfordert viel Magnesium
bulletVorsicht bei Nierenfunktionsstörung

 

Mangan

Chemische Kurzbezeichnung: Mn

Gängigste Handelsformen: Mangansulfat

Hauptfunktion: Enzymaktivierung, Aufbau von Knochen und Knorpelgewebe, Katalysator bei Synthese von Fettsäuren und Cholesterin

Mineralgehalt im Körper: nicht bekannt

Beeinflussende Stoffe: Oxalsäure (enthalten u. a. in Spinat, Rhababer, Kaffee, Schokolade), Fett und Phosphat hemmen die Resorption.

Vorkommen: Vollkornprodukte, Spinat, Tee, Milch, Eier, Bananen

Haltbarkeit in Lebensmitteln: nicht bekannt

Mangelerscheinungen: nicht bekannt

Überdosierungserscheinungen: keine

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer k. A. / Frauen k. A.
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 4 - 7 mg

Bemerkenswertes:

bulletEine Tasse Tee deckt bereits den Tagesbedarf

 

MCT

MCT`s sind mittelkettige Triglyceride (engl. medium chain triglycerides), also Fettsäuren. Fette haben einen Energiewert von ca. 9 Kalorien/Gramm, während Eiweiße und Kohlenhydrate nur je 4,1 Kalorien/Gramm für sich verzeichnen können. Der große Nachteil von Fetten: Der Körper verbrennt sie nur, wenn man ihn dazu zwingt und speichert sie viel lieber in den Fettzellen für schlechte Zeiten.

Anders bei MCT`s! Der Körper speichert sie nicht in seinen Fettzellen. Im Gegensatz zu anderen, langkettigen Fettsäuren sind sie wasserlöslich und müssen nicht über komplizierte Wege in die Mitochondrien der Muskelzellen und der Leber transportiert werden, sondern können auf Grund ihrer Struktur selbständig in diese eindringen. Auch wenn die Mitochondrien mit Kohlenhydraten überfüllt sind, werden die MCT`s zu Energie verbrannt (oxidiert). Durch eine Supplementierung mit MCT`s stellt man dem Körper eine sofort verwertbare Energiequelle zur Verfügung, die die Glykogenresevoirs schont. Gleichfalls führen sie zu einer leichten Thermogenese, das heißt einer leichten Temperaturerhöhung bei ihrer Verstoffwechselung und führt daher zu einer erhöhten Körperfettverbrennung. MCT`s erhöhen weder den Cholesterinspiegel, noch die Blutfettwerte.

Wer zu seinen Malzeiten je einen Esslöffel MCT-Öl einnimmt, Kaltspeisen oder seinen Weight Gainer mit MCT versetzt, kann dadurch gute 600-700 Kalorien dazugewinnen. Es eignet sich auch zum Braten, Backen und Kochen, allerdings maximal bis zu einer Temperatur von 130 Grad. Die Einnahme sollte aber in jedem Fall langsam gesteigert werden, um den Darm einzugewöhnen.

Quellen:
K. Arndt:"Leistungssteigerung durch Aminosäuren", Novagenics Verlag (1996)
E. Mindell: "Die Vitamin Bibel", Wilhelm Heyne Verlag München (1985)

Neue Erkenntnisse über MCT-Öl hier.

Melatonin

Melatonin (Griechisch: Melas=schwarz, Tosos=Arbeit) wird im Körper von der Zwirbeldrüse (Hirnanhangdrüse) aus Serotonin produziert und ist auch in der Retina (Netzhaut des Auges) vorhanden. Es ist das Hormon, das den Wach/Schlaf-Zyklus reguliert.

Melatonin sorgte für Aufregung, als man es als das Verjüngungshormon vorstellte. Pierpaoli, Wissenschaftler des Nationalen Instituts für Altersforschung in Ancona, eine der Hauptpersonen in der Melatoninforschung, äusserte sich dazu treffend: "Wir altern, weil die abnehmende Aktivität der Zirbeldrüse uns dazu verurteilt". Das Älterwerden ist unter anderem davon gekennzeichnet, dass die früher so deutlich unterschiedlichen Abläufe von Tag und Nacht je länger, je mehr verwischt werden. Der Grund: Die abnehmende Produktion von Melatonin. Wissenschafliche Untersuchungen haben ergeben, dass der Melatonin-Spiegel im Schlaf stark ansteigt. Er ist dann 5 – 10 mal höher als in der Wachphase. Eine Nahrungsergänzung mit Melatonin kann folglich dazu beitragen, diesen durch den Mangel an Melatonin entstehenden Alterungsprozess in gewissem Maße zu bremsen.

Melatonin wurde bereits erfolgreich gegen Krebs, Alzheimer und Parkinson, Osteroporose und Glaucoma eingesetzt. Es wirkt ovulationshemmend und stark antioxidativ. Eine Gabe von Melatonin bei Virusinfekten führt, nachgewiesen bei Tests mit Mäusen, zur Steigerung der Antikörper und hilft so bei einer besseren Bekämpfung des Viruses. Weiterhin hilft Melatonin bei der Beseitigung von Schlafstörungen und einigen Arten von schweren Depressionen, wie zum Beispiel dem in den Wintermonaten häufig auftretenden SAD (Seasonal Affection Disorder). In Studien stellte man fest, dass der Melatoninspiegel bei Angstzuständen und anderen negativen Gefühlen absinkt.

Melatonin kann - wie oben ersichtlich geworden - erfolgreich zur Verhinderung des Jet-Lag-Syndroms eingesetzt werden. Der Jet lag ist ein Syndrom oder ein Syndromkomplex, der nach Flugreisen durch mehrere Zeitzonen entsteht. Meist charakterisiert er sich durch allgemeine Gefühle der Müdigkeit und Unlust sowie Rückenschmerzen, Kopfweh, Atemschwierigkeiten und Schlafstörungen. Diese von der Wissenschaft genannte "desynchronisation" der inneren Uhr in Relation zur momentanen "Lokalzeit" wird zwar vom Körper wieder korrigiert, doch dauert es ungefähr einen Tag pro Stunde Zeitunterschied.  Zirkadiane Störungen können auch aus anderen Gründen entstehen. Beispiele bei Schichtarbeit, Pikettdienst, freiwilligem Aufbleiben während ganzer Nächte etc.

Die Wirkung auf die "Innere Uhr" wurde in einer Doppelblinduntersuchung von 17 Versuchspersonen, die von San Francisco nach London flogen, sehr eindrücklich demonstriert. Acht Teilnehmer nahmen täglich 5mg Melatonin ein, während die andere ein Scheinpräparat erhielten. Die Melatonin-Gruppe verspürte praktisch keine Jet-lag-Symptome, während sechs der anderen neun Personen mit den üblichen Problemen konfrontiert waren.

Bei den verschiedenen Studien von Melatonin hat es sich sozusagen nebenbei gezeigt, dass sowohl das Interesse an Sex als auch die dazugehörende "Leistungsfähigkeit" auffallend zugenommen haben. Spätere Untersuchungen, welche sich hauptsächlich für diesen Aspekt interessierten, kamen weitgehend zum gleichen positiven Resultat.

Melatonin kommt in sehr geringen Mengen in Tomaten, Karotten, Sellerie, Reis, Gerste, Mais und dem Fleisch von Wirbeltieren vor.
Da für die Melatononproduktion die Aminosäure Tryptophan benötigt wird, kann ein Mangel an Tryptophan zu Melatoninmangel führen.

Eine Überdosierung kann bei Frauen ovolationshemmend (Ausbleiben des Eisprungs/Anti-Kontrazeptiva) wirken. Eine zu lange Einnahme kann zu einer Steigerung des Körpergewichts und zu einer Umkehr der gewünschten Wirkungen führen. So können zum Beispiel mit Melatonin erfolgreich bekämpfte Melanome im Wachstum wieder gefördert werden, beseitigte depressive Störungen wieder auftreten, die bekämpften Jet Lag-Symptome zurückkehren u.s.w.
Weitere unerwünschte Nebenwirkungen sind bis jetzt, trotz der inzwischen 20jährigen Erfahrung mit Melatonin, nicht festgestellt worden.

Anti-Depressiva und Alkohol beeinträchtigen die Wirkung negativ.

Eine Verwendung von Melatonin sollte vorsichtshalber mit einem Arzt besprochen werden und aus oben genannten Gründen nicht zu lange dauern.

Quellen:
Blask et al.:"J. Neural Transm. Suppl. 21" (1986) 443
Maurizi et al.:"Medical Hypothesis 31" (1990) 233
Sandyk et al.:"Int. J. Neurosci. 62" (1992) 215
Rhodes et al.:"Ophthalmic Res. 25" (1993) 10
Fevre et al.:"J. Clin. Endocrinol. Metab. 47" (1986) 1383
Hardeland et al.:"Neuroscience and Behavioral Reviews 17" (1993) 347

 

Methionin

Methionin hilft, übermäßige Fetteinlagerungen in der Leber zu verhindern und unterstützt die Regeneration von Leber- und Nierengewebe. Als schwefelhaltige Aminosäure ermöglicht es die Bildung von Cystein und Taurin im Körper und wird bei der Synthese zahlreicher körpereigener Stoffe als Schwefel- und Methylgruppen-Lieferant benötigt. Der Methioninbedarf kann bis zu 80 % von Cystein gedeckt werden. Erhöhte Methionineinnahme kann zu verstärktem Calciumverlust führen. Methioinin findet in der Therapie Anwendung als Leberschutzpräparat. Zur Supplementierung wird auch das Acetylierungsprodukt N-Acetylmethionin eingesetzt.

Reich an Methionin sind Vollei, Vollkornbrot, Sesam, Mais , Reis und Molkenprotein.

Die DEG empfiehlt eine Menge von 2,4 – 3,0 g täglich. Nahrungsergänzung bis zu 3 g fördert die anabole Wirkung. Eine Dosierung bis 8 g kann als Nebenwirkungsfrei eingestuft werden.

Methionin fördert die Wundheilung und kann die negativen Folgen von Stress lindern. In der Regenerationsphase nach Widerstandstraining aber auch nach starken Muskelverletzungen ist der Methioninbedarf besonders hoch.

Mangelerscheinungen können Stoffwechselstörungen wie Leberverfettung, Haut- und Haarwuchsstörungen sein

 

Molybdän

Chemische Kurzbezeichnung: Mo

Gängigste Handelsformen: Natriummolybdat

Hauptfunktion: Enzymbestandteil, Freisetzung von Eisen, Fettsäurenoxidation

Mineralgehalt im Körper: nicht bekannt

Beeinflussende Stoffe: Oxalsäure (enthalten u. a. in Spinat, Rhabarber, Kaffee, Schokolade), Fett und Phosphat hemmen die Resorption.

Vorkommen: Milch- und Vollkornprodukte, Bierhefe, Blumenkohl

Haltbarkeit in Lebensmitteln: nicht bekannt

Mangelerscheinungen: nicht bekannt

Überdosierungserscheinungen: Gicht, Durchfall, eventuell Wachstumsstörungen, Ab einer Menge von 10 mg: toxisch

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 40 - 250 mcg / Frauen 40 - 250 mcg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 150 - 250 mcg

Bemerkenswertes:

bulletMangel tritt nur selten auf