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Nahrungsetiketten, Natrium, Niacin

Nahrungsetiketten

Leider viel zu oft bringt die Nahrungsmittelindustrie verwirrende Begriffe auf Ihren Produkten an.
Zuckerfrei steht auf dem Etikett und in der Liste der Zutaten ist doch Saccharose aufgeführt. Stimmt da etwas nicht? Was bedeutet "Fett i. Tr."?

Häufig sind die Begriffe und Bezeichnungen der Lebensmittelwissenschaft und dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG) entnommen. Dadurch werden Sie für den Verbraucher allerdings nicht verständlicher.

Natrium

Chemische Kurzbezeichnung: Na

Gängigste Handelsformen: Natriumchlorid, Natriumhydrogencarbonat

Hauptfunktion: Regulation des osmotischen Druckes, Muskelkontraktion und Nervenimpulsübertragung im Wechsel mit Kalium

Mineralgehalt im Körper: nicht bekannt

Beeinflussende Stoffe: nicht bekannt

Vorkommen: Kochsalz

Haltbarkeit in Lebensmitteln: nicht bekannt

Mangelerscheinungen: Koordinations- und Muskelschwäche, Krämpfe, Knochenerweichung, bis hin zu Osteoporose

Überdosierungserscheinungen: Bluthochdruck, Ödeme, Herz- und Nierenschäden

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 2000 - 3000 mg / Frauen 2000 - 3000 mg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: möglichst geringe Aufnahme

Bemerkenswertes:

bulletmöglichst wenig Kochsalz verwenden
bulletführt zu vermehrte Wassereinlagerung in den Zellen
bullet1 g Natrium entspricht 2,5 g Kochsalz
bulletDie größten Natriumverluste sind der Transpiration zuzuschreiben

 

Niacin (Vitamin B3)

Chemische Kurzbezeichnung: Nicotinsäureamid, früher: Vitamin B3 oder Vitamin PP (pellagra preventing)

Gängigste Handelsformen: Nicotinsäureamid, Nicotinsäure

Hauptfunktion: Enzymbestandteil bei der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten, Regeneration der Haut und Regulation deren Feuchtigkeitsbildung

Beeinflussende Stoffe: Zytostatika

Vorkommen:

Lebensmittel Niacin   Lebensmittel Niacin
120 g Rinderleber 16 mg   150 g Makrele 15 mg
120 g Hähnchenbrust 13 mg   80 g Rollmops 10 mg
120 g Schweineherz 8 mg   30 g Erdnüsse 5 mg
80 g getrocknete Erbsen 5 mg   80 g Naturreis 4 mg
250 g Kartoffeln 3 mg   20 g Bierhefe 3 mg

Haltbarkeit in Lebensmitteln: Unempfindlich

Mangelerscheinungen: Appetit- und Gewichtsverlust, schwere Dermatitis, Pellagra ("raue Haut"), Haut- und Schleimhautentzündung, bis hin zu Verwirrung und Depressionen

Überdosierungserscheinungen: Bei Mengen von 100 mg: Gefäßerweiterung, Jucken und Kribbeln der Haut, Übelkeit, Kopfschmerzen, bis hin zu Hitzewallungen und Magenschleimhautreizungen, bei Mengen von 1 g: Leberschäden

Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 18 - 20 mg / Frauen 15 - 16 mg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 30 - 50 mg

Bemerkenswertes:

bulletEin Mangel ist in unseren Breitengraden kaum wahrscheinlich
bulletIst, wenn mit dem Kochen und Backen nicht übertrieben wird, kaum klein zu kriegen
bulletHat mit der Wirkung von Nicotin nichts zu tun