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Paba, Panthotensäure,
Peptid FM, Phasentraining,
Phenylalanin,
Phosphatidylserin, Phosphor,
Piperin, Prolin, Proteine,
Pyruvat
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PABA
Para-Aminobenzoesäure (PABA engl. Abkürzung für p-aminobenzoic acid)
wird teilweise zum Vitamin B-Komplex gezählt, ist aber nicht als Vitamin
allgemein anerkannt. Es ist notwendig für die Verwertung von Proteinen,
steht daher auch in Wechselwirkung mit den B-Vitaminen und schützt die
Haut vor Sonnenlicht. Als ein Bestandteil der
Folsäure und hat es viele weitere Funktionen: Es aktiviert die
Darmflora, schützt die Darmwände und hilft bei einer
Gluten-Empfindlichkeit, die unangenehmen Reaktionen im Magen und Darm zu
vermeiden.
PABA ist erst seit relativ kurzer Zeit ins Interesse der
Vitaminforscher gerückt. Das hängt damit zusammen, dass nach Ansicht
amerikanischer Biochemiker PABA die Fähigkeit hat, den Alterungsprozess
abzubremsen, die Bildung von Falten, Runzeln und grauem Haar verhindern
kann. Wenn sich zu früh graues Haar zeigt, oder wenn sehr schnell große
Teile unseres Haares grau werden, ist oft ein Mangel an PABA schuld.
Durch seine Wirkung auf die Proteinverwertung kann die Supplementierung
mit Paba das Muskelwachstum optimieren. Ob hierzu allerdings ein Mangel
bestehen muss oder ob die Wirkung auch ohne einen Mangelzustand eintritt
ist noch nicht wissenschaftlich belegt.
Es kommt hauptsächlich in Leber, Hefe, Vollkornprodukte und Joghurt
vor. Früher bezeichnete man es auch als Wuchsstoff H oder Vitamin H.
Die übliche Dosierung beträgt 30-100 mg. Bei einigen Hautkrankheiten
werden von Ärzten Dosierungen bis 20 g verschrieben, wovon im Selbsttest
allerdings abzuraten ist.
Quellen:
"Die Vitamin Bibel", E. Mindell, Wilhelm Heyne Verlag München (1985)
"Handbuch der Orthomolekularen Medizin", H. Dietl, G. Ohlenschläger, Karl
F. Haug Verlag Heidelberg (1994).
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Panthotensäure
Chemische Kurzbezeichnung: Pantothensäure, früher: Vitamin B5
Gängigste Handelsformen: Calcium-Pantothenat, Natrium-Pantothenat,
Pantothenol
Hauptfunktion: Enzymbestandteil des Zitronensäurezyklus, Abbau von
Kohlenhydraten zu Glucose sowie von Fetten zu
Fettsäuren, Bildung von Acetylcholin
Beeinflussende Stoffe: Antibiotisch wirkende Sulfonamine beeinflussen
die Pantothensäue-Wirkung negativ
Vorkommen:
| Lebensmittel |
Gehalt |
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Lebensmittel |
Gehalt |
| 120 g Rinderleber |
9 mg |
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80 g Mungobohnen |
3 mg |
| 125 g Champignons |
3 mg |
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200 g Broccoli |
2,6 mg |
| 300 g Vollkornbrot |
2 mg |
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70 g Edelpilzkäse (50% i. Tr.) |
1,4 mg |
| 60 g Vollei |
1 mg |
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120 g Huhn |
1 mg |
| 250 ml Milch (3,5%) |
0,9 mg |
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20 g Bierhefe |
0,7 mcg |
Haltbarkeit in Lebensmitteln: Hitze mindert die Menge enthaltener
Pantothensäure.
Mangelerscheinungen: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Herzklopfen,
Antriebslosigkeit, bis hin zu Durchblutungsproblemen
Überdosierungserscheinungen: bei extrem hoher Dosierung: Allergien,
Durchfall
Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 6 mg / Frauen 6 mg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: 20 - 50 mg
Bemerkenswertes:
 | Nahrungsmittel nur mit wenig Wasser und geschlossenem Deckel kochen.
So gehen nur 50 Prozent verloren. |
 | Pantothensäure kann muskelentspannende Mittel unwirksam machen |
 | Sie kommt in fast allen Lebensmitteln vor, so dass eine
Unterversorgung kaum möglich ist |
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Peptid FM
Peptid FM ist ein Oligopeptid, dass heißt, es ist ein kurzkettiges
Protein, welches aus mehreren Aminosäuren zusammengesetzt ist. Bevor der
Verdauungsprozess einsetzt und Nahrungsfette verarbeiten kann, bindet
Peptid FM die enthaltenen Fette und verändert sie strukturell derart, dass
der Körper diese nicht mehr als Fette erkennt und somit unverarbeitet
ausscheidet.
1 Gramm Peptid FM ist in der Lage ca. 20 g Nahrungsfette insofern
rechtzeitig vor der Malzeit eingenommen aus der Nahrung herauszufiltern.
Vorsicht ist allerdings bei Dauereinnahme geboten.
Der Körper benötigt mindestens 8 g essentielle Fettsäuren täglich und
bezieht einen Teil seines Energiehaushaltes aus Nahrungsfetten. Es sollten
daher nie alle Mahlzeiten durch Peptid FM ergänzt werden.
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Phasentraining
Es gibt grob drei Ziele im Hanteltraining: Muskelkraft, Muskelmasse und
Muskelkondition. Das Phasentraining, im übrigen nur eines von vielen
Trainingssystemen und daher auch hier mit anderen wichtigen
Trainingsmethoden und Systemen vermengt, versucht alle drei Komponenten
miteinander zu vereinen. Vorab, als Ansporn weiter zulesen: Es
funktioniert.
Eine Einheit besteht aus vier Phasen: Einer vierwöchigen
Muskelkonditionsphase, einer sechswöchigen Muskelmassephase, einer
achtwöchigen Muskelkraftphase und einer einwöchigen Trainingspause.
Muskelkonditionsphase
Ziel der Muskelkonditionsphase ist aerobe und anaerobe
Stoffwechselvorgänge zu optimieren, die Muskulatur folglich in ihrer
Kraftkondition zu verbessern. Es ist am günstigsten ein Ganzkörpertraining
anzusetzen, das alle 48 Stunden wiederholt wird. So wird verhindert, dass
der Körper sich vollständig regeneriert.
Die Wiederholungszahlen sollten bei 20 - 25 liegen und die einzelnen
Wiederholungen zügig bis langsam durchgeführt werden. Die Pausen zwischen
den Übungen sollten eine Minute nicht überschreiten. Sobald eine Übung mit
25 oder mehr Wiederholungen geschafft wurde, muss das Gewicht im folgenden
Training erhöht werden.
Muskelmassephase
Ziel ist hier die Hypertrophie der Muskelfasern, diese also zum
Dickenwachstum zu bewegen. Da der Organismus stets versucht in den
folgenden Stunden nach einer entsprechenden Belastung, Vorsorge gegen eine
weitere Überlastung zu treffen, das heißt unter anderem durch Verdickung
der Muskulatur, verstärkte Einlagerung von Myoglobin und anderen
unterstützenden Stoffen, sollte man die nächste Belastung dann ansetzen,
wenn dieser Prozess seinen Höhepunkt erreicht hat. Um diese
Superkompensation des Organismus auszunutzen, sollte daher mit einem Tag
Pause im Anschluss an jedes Training im 2er-Split trainiert werden. Das
nächste Belastung ist somit 96 Stunden nach der letzten und daher mit
hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb der Superkompensationszeit. Nach
Erreichen dieses Höhepunktes fällt diese intramuskuläre Veränderung
übrigens wieder auf den Ausgangspunkt zurück.
Die Wiederholungszahlen sollten bei 8-12 liegen und die einzelnen
Wiederholungen langsam durchgeführt werden. Die Pausen zwischen den
Übungen sollten 1,5 Minuten nicht überschreiten. Sobald eine Übung mit 12
oder mehr Wiederholungen geschafft wurde, muss das Gewicht im folgenden
Training erhöht werden.
Ist die Konzentration im Training nicht ausreichend oder wird keine
Leistungssteigerung im Vergleich mit dem letzten Training festgestellt, so
kann man auch zwei Sätze in der jeweiligen Übung ausführen, ist aber nicht
generell notwendig.
Ist die Konzentration im Training nicht ausreichend oder wird keine
Leistungssteigerung im Vergleich mit dem letzten Training festgestellt, so
kann man auch zwei Sätze in der jeweiligen Übung ausführen, ist aber nicht
generell notwendig.
Muskelkraftphase
Innerhalb dieser Phase wird sowohl die intramuskuläre Koordination
verbessert, das heißt unter anderem die Zahl der an der Kontraktion
beteiligten Fasern erhöht, als auch die Muskelhypertrophie angeregt. Auch
bei dieser Phase wäre die Ausnutzung der Superkompensation
erwünschenswert, ist jedoch klar der vollständigen Regeneration
nachzustellen. Ein Krafttraining birgt durch sein hohes
Widerstandspotential und seine Intensität stets ein höheres
Verletzungsrisiko, welches durch eine längere Regenerationszeit
ausgeglichen werden muss. Hier genügt es nicht zu pausieren bis die
Superkompensation ihr Maximum erreicht hat, vielmehr müssen auch die
während des Trainings entstehenden Faserschäden vollständig regeneriert
werden. Die Pausen zwischen den Einheiten sollten eine Woche betragen,
sodass die Verteilung der zu trainierenden Bereiche auf fünf Tage durchaus
sinnvoll ist.
Im Kraftbereich ist es äußerst wirkungsvoll dynamische Übungen mit
statischen zu kombinieren. Die Wiederholungszahlen sollten bei den
dynamischen Übungen bei 5-6 liegen. Die einzelnen Wiederholungen sollten
in der positiven Kontraktionsphase zügig bis schnell ausgeführt werden,
bei der negativen langsam durchgeführt werden, um Verletzungen
entgegenzuwirken. Die Pausen zwischen den Übungen können ruhig 3-5 Minuten
dauern. Sobald eine Übung mit 6 oder mehr Wiederholungen geschafft wurde,
muss das Gewicht im folgenden Training erhöht werden. Eine statische
Wiederholung besteht aus dem In-die-Halteposition-Bringen des Gewichtes,
dem Halten und dem anschließenden Absenken. Die statischen Übungen sollten
20 Sekunden am höchsten Kontraktionspunkt gehalten werden. Der
Absenkprozess sollte ca. 6 Sekunden dauern. Hier wird das Gewicht erhöht,
wenn selbiges über 20 Sekunden gehalten werden kann.
Pause
Die den Zyklus abschließende Pause kann mit Ausgleichssportarten im
unteren Belastungsbereich gefüllt werden. Immer daran denken: Zweck ist
die ganzkörperliche Regeneration, denn der nächste Zyklus folgt nach
sieben Tagen!
Hier ein vollständiger
Phasentrainingsplan.
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Phenylalanin
Phenylalanin wird zur Synthese der wichtigen körpereigenen Proteine
Insulin, Papain
und Melanin sowie des Schilddrüsenhormon Thyroxin benötigt. Es spielt eine
wichtige Rolle bei der Eliminierung von Schadstoffen durch Nieren und
Blase. Phenylalanin zeigt nicht nur wie alle anderen Aminosäuren in der
natürlichen L-Form eine physiologische Wirkung. Eine Mischung aus D- und
L-Form, bekannt als DL-Phenylalanin, zeigt diese Aminosäure
schmerzstillende Wirkung, indem sie die körpereigene Endorphin-Produktion
anregt.
Phenylalanin kann außerdem vom Körper in die Neurotransmitter Dopamin
und Norepinephrin umgewandelt werden. Erhöhte Einnahmen von Phenylalanin
reduzieren die Seratoninbildung und wirken damit anregend. Des weiteren
soll es über die Bildung von Norepinephrin die Gedächtnisleistung
verbessern und appetitzügelnd wirken.
Besonders reich an Phenylalanin sind: Casein, Haselnussprotein,
Reisprotein, Eiprotein.
Quellen:
K. Arndt:"Leistungssteigerung durch Aminosäuren", Novagenics Verlag (1996)
E. Mindell: "Die Vitamin Bibel", Wilhelm Heyne Verlag München (1985)
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Phosphatidylserin -
Neurobooster und Cortisonblocker zugleich?
Phosphatidylserin (PS) ist wie Lecithin ein
natürlich vorkommendes Phospholipid und essentiell für die Funktion aller
Zellen im Körper. PS wird in geringen Menge auch vom Körper produziert. Es
reguliert den Flüssigkeitshaushalt der Zelle und hilft bei einer
ausreichenden Versorgung mit allen nötigen Nährstoffen. Am wichtigsten ist
Phosphatidylserin aber für das Gehirn. Phosphatidylserin ist dabei ein
wichtiger Regulator der normalen, gesunden Aktion der Neurotransmitter und
des Informationsaustausches zwischen den Gehirnzellen (Neuronen.)
Normalerweise kann das Gehirn ausreichende Mengen von Phosphatidylserin
selbst herstellen; gibt es aber einen Mangel an Methionin, Folsäure und
Vitamin B12 oder essentiellen Fettsäuren, ist das Gehirn nicht fähig,
genügend Phosphatdylserin zu bilden.
Niedrige Werte von Phosphatidylserin im Gehirn werden mit
verschlechterter mentaler Funktion und Depressionen in Zusammenhang
gebracht. Diese Symptome findet man gerade bei älteren Menschen, wo eben
oft eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen nicht mehr gewährleistet
ist.
Phosphatidylserin wird deshalb neben der allgemeinen
Gesundheitsvorsorge hauptsächlich für die Behandlung von Depression
und/oder verschlechterter mentaler Funktion eingesetzt, vor allem bei
älteren Menschen. Dabei konnten sehr gute Resultate erreicht werden. In
einer großen Doppelblind-Studie wurden 494 alten Patienten (zwischen 65
und 93 Jahren) mit mittlerer bis schwerer Senilität entweder
Phosphatidylserin oder ein Placebo für 6 Monate eingegeben. Die mentale
Leistung, Verhalten und Stimmung der Patienten wurden zu Beginn und am
Ende der Studie beurteilt. Am Ende konnten bedeutende Verbesserungen in
der mit Phosphatidylserin behandelten Gruppe in allen 3 Bereichen
festgestellt werden.
In einer anderen Studie mit älteren, depressiven Patienten, verbesserte
Phosphatdylserin die depressiven Symptome und das Erinnerungsvermögen der
Patienten. Im Unterschied zu den typischen Antidepressiva, ruft
Phosphatidylserin diese Verbesserung ohne negative Nebenwirkungen hervor.
Phosphatidylserin wird, bei oraler Einnahme, sehr schnell absorbiert
und überwindet die Gehirn-Blut-Schranke. Wie alle Nährstoffe, die das
Gehirn energetisieren, nimmt man es am besten morgens vor dem Frühstück.
Die übliche Anfangsdosis liegt bei 300 mg; nach einem Monat genügt im
allgemeinen für die Gesundheitsvorsorge eine tägliche Unterhaltungsdosis
von 100 mg
In einer weiteren Studie versuchte man, den Einfluss der Einnahme von
Phosphatidyserin auf den Hormonspiegel zu untersuchen. Von besonderem
Interesse war sein Einfluss auf den Cortisolspiegel.
Cortisol gehört in die Gruppe der Glukokortikoide, einer in der
Nebenniere produzierten katabolen Hormongruppe, deren Produktion
hauptsächlich durch Stress ausgelöst wird. Nach Widerstandstraining führt
die Cortisolausschüttung des Körpers zu einem Abbau von Muskulatur und zu
einem Rückgang des Testosteronspiegels. Ein hoher Cortisolspiegel
verschlechtert gleichfalls die Absorbierung von
Kohlenhydraten und Aminosäuren.
Es handelte sich um eine Placebo kontrollierte Doppelblindstudie. Jeder
Teilnehmer der zwei Gruppen nahm viermal wöchentlich an einem
Widerstandstraining für alle Muskelgruppen teil. Die eine Gruppe ergänzte
ihre tägliche Ernährung mit 800 mg Phosphatidylserin. Die andere Gruppe
bekam ein wirkungsloses Placebo. Unmittelbar nach dem Training wurde
jeweils der Cortison- und der Testosteronspiegel gemessen, sowie die
mentale Situation schriftlich erfasst.
Nach zwei Wochen wurde der Test abgeschlossen. Die PS-Gruppe wies
durchgängig einen deutlich niedrigeren Post-Workout-Cortisonspiegel auf.
Das Absenken des Testosteronspiegeln nach dem Training war stark
verringert und die Trainingsmentalität wurde von einem großen Teil der
PS-Gruppe als wesentlich verbessert empfunden.
Dieses Ergebnis lässt darauf schließen, dass die Einnahme von
Phosphatidylserin in Verbindung mit Widerstandstraining zu einer Erhöhung
der Muskelmasse führen kann. Die Regeneration nach dem Training wird
deutlich gefördert und somit auch das Risiko für Übertraining gesenkt.
Allerdings ist zu empfehlen, die Einnahme auf Trainingstage zu
beschränken und in Acht-Wochen-Zyklen mit mindestens dreiwöchiger
Unterbrechung durchzuführen.
Quellen:
D. Henrichs:"Handbuch Nähr- und Vitalstoffe, Orthomolekulare Ernährung"
Cenacchi, T.:"Cognitive decline in the elderly: double-blind,
placebo-controlled study of phosphatidylserine" (1993)
Monteleone, P., et al.:"Effects of phosphatidylserine on the
neuroendocrine response to physical stress in humans. Neuro." (1990)
Monteleone, P., et al.:"Blunting by chronic phospha-tidylserine
administration of the stress- induced activities of the
hypothalamic-pituitary-adrenal axis in healthy men" European Journal of
Clinical Pharmaco-logy (1992)
Fahey, T.D., & Pearl, M.:"Hormonal effects of phosphatidylserine during 2
weeks of intense training" Abstract submitted to national meeting of the
American College of Sports Medicine (Juni 1998)
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Phosphor
Chemische Kurzbezeichnung: P
Gängigste Handelsformen: nicht bekannt
Hauptfunktion: Aufbau von Knochen und Zähnen, Regulierung des
Säure-Basen-Haushaltes, ATP-Produktion, Stoffwechselvorgänge
Mineralgehalt im Körper: 700 - 900 g, davon 90% in Knochen und Zähnen
Beeinflussende Stoffe: nicht bekannt
Vorkommen: Milch. Fleisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Eier
Haltbarkeit in Lebensmitteln: nicht bekannt
Mangelerscheinungen: nicht bekannt
Überdosierungserscheinungen: Calciummangel
Bedarf eines Erwachsenen nach DEG: Männer 800 mg / Frauen 800 mg
Bedarf eines Sportlers nach Dr. Colgan: k. A.
Bemerkenswertes:
 | Sportlerbedarf vermutlich bei 1000 -
1500 mg |
 | Durch die gehäufte Anreicherung unserer Speisen mit Phosphaten,
kommt es leicht zu einem Missverhältnis zwischen P und
Ca, so dass leicht ein Ca-Mangel entstehen
kann |
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Piperin
Piperin findet sich zu 5-9 % im schwarzen Pfeffer (Piper nigrum). Es
ist der stärkste Scharfstoff des Pfeffers und regt dadurch nicht nur die
Wärmerezeptoren im Körper an und wirkt antimikrobiell, sondern erhöht auch
Speichelfluss und Produktion von Magensäften. Gerade die beiden
Letztgenannten haben merklichen Einfluss auf die Verdauung von
Nahrungsmitteln, da mit der Erhöhung des Speichelzuflusses auch eine
Erhöhung der Verdauungsenzyme einhergeht
Als Nahrungsergänzung werden Empfehlungen von 5 mg pro Malzeit
abgegeben. Dies entspräche einer Menge von ca. 50 bis 100 mg schwarzem
Pfeffer und damit einer üblichen Würzmenge. Das Würzen mit schwarzem
Pfeffer wäre eine günstige Alternative zu den angebotenen
Nahrungsergänzungen, obgleich das isolierte Piperin geschmacksneutral ist
und durch die Einnahme als Kapsel seine Schärfe erst im Magen entfaltet.
Sinnvollerweise sollte es zu den Malzeiten eingenommen werden. Eine
Einnahme vor einer Malzeit kann durch seine Appetit anregende Wirkung zu
einer größeren Nahrungszufuhr führen und damit - in Verbindung mit der
optimierten Verdauung - leicht zu einem Gewichtszuwachs führen.
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Prolin
Prolin und Hydroxyprolin, ein Derivat des Prolin, sind ein wichtiger
Bestandteil von Collagen, einem Protein, das für den Aufbau von Gelenken,
Sehnen und Bindegewebe gebraucht wird. Es kann vom Körper aus
Glutaminsäure synthetisiert werden. Vom Körper kann allerdings nur Prolin
verwertet werden.
Einen hohen Prolin/Hydroxyprolin-Gehalt haben Kollagen und Gelatine
(bis zu 26 %). Weitere Prolinquellen sind: Casein (6,7 g/100g),
Milchprotein, Weizenkeimprotein. Freies Prolin kommt in Fruchtsäften wie
Orangensaft (2,5 g/L) vor.
Prolin unterstützt die Bildung von Bindegewebe und Knorpel.
Hydroxyprolin hat einen positiven Einfluß auf entzündliche Prozesse in den
Gelenken (Gelenkrheuma).
Quellen:
K. Arndt:"Leistungssteigerung durch Aminosäuren",
Novagenics Verlag (1996)
E. Mindell: "Die Vitamin Bibel", Wilhelm Heyne Verlag München (1985)
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Proteine
Proteine, oder auch Eiweiße, sind die Bausteine des Körpers. Sie setzen
sich aus verschiedenen Aminosäuren zusammen.
Kein anderer Nährstoff ist in der Lage dem Körper das wichtige Nietrogen
zu liefern, das er benötigt, um nicht nur Muskelprotein, sondern auch
andere Eiweißprodukte, wie Hormone, die roten Blutkörperchen oder Enzyme
herzustellen. Sie müssen daher in ausreichenden Mengen mit der Nahrung
aufgenommen werden. Wird der Bedarf auf Dauer unterschritten, kommt es zu
gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Ebenso wie bei einer Überschreitung
auf Dauer.
Der Proteinbedarf
Entscheidend ist hier die Stickstoffbilanz. Der Körper baut täglich
Körperprotein (16 % Stickstoff) auf und ab. Einen Teil seines
Proteinbedarfs deckt er über seine Abbauprodukte, die er einfach wieder in
Aminosäuren aufspaltet und wiederverwertet, während ein Teil davon
ausgeschieden wird und daher ersetzt werden muss.
Nimmt jemand mehr Stickstoff auf als er verliert, befindet er sich in
einer positiven Stickstoffbilanz (anabole Stoffwechsellage). Umgekehrt
befindet man sich in einer negativen Stickstoffbilanz, wenn man mehr
Stickstoff ausscheidet als aufnimmt (katabole Stoffwechsellage).
Entscheidend ist aber, dass eine massive Zufuhr von Protein keinen Aufbau
bewirkt, während die zu geringe Zufuhr in jedem Fall einen Abbau nach sich
zieht. Es gilt letztlich nur den Bedarf zu decken, um eine positive
Stickstoffbilanz zu erreichen.
Der Bedarf an einzelnen essentiellen Aminosäuren ist sehr
unterschiedlich. Er hängt außerdem vom Lebensalter ab. In der stärksten
Wachstumsphase, beim Säugling, werden pro kg Körpergewicht am Tag ca. 2,5
g essentielle und nichtessentielle Aminosäuren benötigt. Für den
Erwachsenen wird ca. 1 g/kg/Tag veranschlagt, während der Bedarf eines
Sportlers bei ca. 1,5 g/kg/Tag liegt. Diesen Wert überschreitet den Bedarf
eines Ausdauersportlers leicht, während Kraftsportler eher zwischen 1,6
und 1,8 g benötigen, um in einer positiven Stickstoffbilanz zu sein.
Der höhere Bedarf eines Sportlers hängt damit zusammen, dass der Körper
zum einen bestrebt ist, sich durch Hypertrophie (Muskeldickenwachstum) an
eine Belastung (Sport) anzupassen, wozu er Proteine benötigt. Zum anderen
ist der regenerative Bedarf höher, da während der Belastung
Mikroverletzungen entstehen, die auszubessern gleichfalls den Bedarf an
Baustoffen, also Proteinen, erhöht. Zuletzt werden Aminosäuren
(insbesondere BCAAs) bei Ausdauerbelastungen
als Energie genutzt. Auch diese Verluste gilt es auszugleichen.
Die Stoffwechselgeschwindigkeit beeinflusst
den Proteinbedarf ebenfalls. Ein höherer Proteinbedarf als 2,4 g ist nur
im Bodybuilding bei Verwendung von anabolen Steroiden und anderen anabolen
Medikamenten anzunehmen. Obwohl man solche Empfehlungen oft liest, ist ein
Bedarf von bis zu vier Gramm schlicht überzogen und bringt keinen
zusätzlichen Nutzen für den Muskelaufbau.
Welche Proteine sollte man verzehren?
Die Qualität von Proteinen richtet sich nach Ihrer Verwertbarkeit, also
wie vollständig der Körper das zugeführte Protein aufzunehmen in der Lage
ist. Als Maßeinheit ist hier die biologische Wertigkeit (bW) aufzuführen.
Je höher die bW ist, desto mehr zugeführtes Protein verwertet der Körper.
Die bW ergibt sich letztlich aus der Qualität der einzelnen
Aminosäurebilanzen. Ist der Bedarf an einer Aminosäure nur zu einem
gewissen Teil durch ein Nahrungsprotein gedeckt, so wird der Körper dieses
Protein nicht vollständig verwerten können. Am Beispiel des Eiproteins mit
einer bW von 100 bedeutet dies, dass der Körper aus 100 g Eiprotein 100 %
aufnehmen kann. Neben der bW gibt es noch eine Reihe anderer Methoden zur
Qualitätsbestimmung von Proteinen, die aber ebenso wenig wie die bW als
absolut zu betrachten sind.
Da Proteine in vollwertigen Malzeiten nicht isoliert vorkommen, sollte
eher das gesamte Nahrungsprotein einer Malzeit zur Qualitätsbestimmung
betrachten. Kombinierte Proteine können ihre Aminosäurebilanzen
ausgleichen und somit zu einer höheren Verwertbarkeit führen. Typisch für
Getreide ist der niedrige Gehalt an Lysin aber hohe Anteil an Methionin.
Dagegen haben Erbsen und Bohnen einer niedrigen Gehalt an Methionin und
einen hohen Gehalt an Lysin. Beide Proteine für sich genommen haben keine
optimale bW. Zusammen sind sie allerdings deutlich besser verwertbar als
einzeln.
Abschließend kann man also sagen, dass nahezu jedes Protein , dass eine
vollständige Aminosäurenbilanz aufweist (Gelatine bspw. ist
unvollständig), in Kombination mit anderen Proteinen optimal zur Deckung
des Proteinbedarfs verwand werden kann.
Methoden zur Qualitätsbestimmung von Proteinen und die Einstufung
verschiedener Proteine
In welchen Abständen sollte man Proteine zu
sich nehmen?
Die Absorptionsgeschwindigkeit von Proteinen ist nicht nur von
Stoffwechseltyp zu Stoffwechseltyp zu unterscheiden. Einige Proteine
werden, isoliert betrachtet, also nicht nur vollständiger verwertet, wie
wir oben lesen konnten, sondern auch schneller verdaut als andere.
Molkenprotein wird beispielsweise deutlich schneller verdaut (4 h) als
Casein und führt zu einem höheren Anstieg des Aminosäurespiegels. Casein
versorgt dafür den Körper kontinuierlicher mit Aminosäuren (7 h).
Hinzugefügt werden muss allerdings auch hier, dass obige Feststellung
keinesfalls als absolut zu betrachten ist, da auch diese nüchtern und
isoliert erfolgte. Vollständige und vollwertige Malzeiten (Proteine,
Fette, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, ...) verlangsamen die
Proteinverdauung weiter und führen so zu einer kontinuierlichen Versorgung
für mehrere Stunden.
Daher kann es - jedenfalls hinsichtlich der Proteinversorgung -
keinesfalls notwendig sein, den Körper alle 2-3 Stunden mit Protein zu
versorgen. Die klassischen drei Malzeiten pro Tag reichen bei einer
ausgewogenen Ernährung also vollständig aus.
Bis Nährstoffe tatsächlich die Blutbahn erreichen, dauert es im Schnitt
eine bis zwei Stunden. Daher ist es auch wenig sinnvoll, nach dem Training
einen Eiweißdrink zu sich zunehmen. Der beste Zeitpunkt wäre eine bis zwei
Stunden vor dem Training. Alternativ wäre die Einnahme von
Aminosäuren nach dem Training vorzuziehen, da
diese unmittelbar aufgenommen werden können.
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Pyruvat
Pyruvat, engl.: Pyruvate , oder auch Brenztraubensäure (a
-Keto-Propionsäure) kommt in geringen Mengen (200 mg – 2 g) in der
normalen Ernährung vor. So enthalten rote Äpfel (450 mg), Obst und Gemüse,
Rotwein (40 mg/100 ml), dunkles Bier (30 mg /100 ml) und andere
Nahrungsmittel Pyruvat. Es ist außerdem ein wichtiges Zwischenprodukt bei
der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten. Daneben wird Pyruvat gebraucht,
um körpereigene Fette zur Energiegewinnung in den Mitochondrien der
Muskelzellen zu transportieren.
Tests, die ein unabhängiges Institut mit einem Pyruvat-haltigen Produkt
an übergewichtigen Personen durchführte, ergaben, dass die Einnahme in
Verbindung mit einer fettreduzierten Diät und Training zu einer
signifikanten Verschiebung der Körperkomposition führt. Es kam zu einer
50% besseren Fettverbrennung und einer Steigerung der Fettverbrennung um
20%. Zwar muß hinzugefügt werden, dass in dem getesteten Produkt auch
Chrom, Zink,
Vitamin B6 und andere Mikronährstoffe
enthalten waren, die Wirkung allerdings hauptsächlich auf Pyruvat
zurückzuführen sein sollte. Vitamin B5 (Pantothensäure)
und Zink sind elementar wichtig für die optimale Wirkung von Pyruvat. Es
ist daher bei der Verwendung von Pyruvat eine zusätzliche Ergänzung zu
empfehlen. Es konnte bei dieser Studie sowohl ein beachtlicher Fettverlust
von durchschnittlich 2,4 kg (12 %) als auch darüber hinaus eine Zunahme
fettfreier Magermasse verzeichnet werden und dies mit nur fünf
kombinierten aerob-anaeroben Trainingseinheiten pro Woche und einer 2000
Kcal-Diät.
Es handelte sich bei der Untersuchung um eine doppelt-blinde Placebo
kontrollierte Studie. Sowohl die Gruppe, die ein Placebo bekam, als auch
die Kontrollgruppe zeigten kaum deutliche Veränderungen in der
Körperzusammensetzung. Bemerkenswert ist auch das subjektive Empfinden der
Pyruvat- Gruppe. Sie empfanden deutlich weniger Müdigkeit (71 %) und
deutlich mehr Energie im Training (18 %) und darüber hinaus stellte man
einen um 2,2 % erhöhten Energie-Grundumsatz fest. Die Ergebnisse der Tests
wurden mit einer Dosierung von 6 g Pyruvat täglich über einen Zeitraum von
6 Wochen erreicht.
In einer anderen Studie wurde eine Steigerung der Arm- und
Beinmuskulatur um 300 % bewiesen. Man hat allerdings darauf hingewiesen,
dass eine Einnahme unmittelbar vor dem Training aufgrund seiner
glycogenreduzierenden Wirkung nicht zu empfehlen ist. Ebenso stellte man
fest, dass Pyruvat eine starke anti-oxidative Wirkung hat und somit aktiv
zum Muskel- und Zellschutz beiträgt.
Höhere Dosierungen als 5-6 Gramm scheinen keine höhere Wirkung zu
haben. Bei Dosierungen über 30 g kann es zu Befindlichkeitsstörungen im
Darm und Durchfall kommen.
Quellen
"Enhancement of arm exercise endurance capacity with DHA and pyruvate"
Stanko, R.T. et al., J. Appl. Physiol. 68 (1990) 119-124.
"Enhanced leg exercise endurance with a high carbohydrate diet and DHA and
pyruvate" Stanko, R.T. et al., J. Appl. Physiol. 69 (1990) 1651-1656.
"The effect of a pyruvate based dietary supplement on weight loss, body
composition..."
Colker, C. et al., Am. J. Clin. Nutr. [im Druck].
"The importance of sodium pyruvate in assessing damage produced by
hydrogen peroxid"
Giandomenico, A. R. et al., Free Radical Biol. Med. 23 (1997) 426-434.
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