Coenzym Q10
Das Coenzym Q10 (Ubichinon, Ubiquinon, engl.: Ubichinone, Ubiquinone,
U-50, Q10) wird zum Teil durch die Nahrung aufgenommen und zum Teil vom
Körper aus der Aminosäure Methionin
selber produziert. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Mitochondrien und
dient der oxidativen Energiegewinnung. Es trägt als Elektronenüberträger
zu der Bildung von 95 % der Körperenergie bei.
Q10 kräftigt den Herzmuskel, reguliert den Blutdruck und stärkt die
Immunabwehr. Weiterhin hat es eine anti-oxidative Wirkung und wirkt am
besten in Synergie mit
ß-Carotin,
Vitamin C
und E
sowie Selen,
da hierdurch ein optimaler Schutz vor freien Radikalen gewährleistet ist.
In einer Studie aus den 70er-Jahren verabreichte man Herzpatienten Q10
und stellte fest, daß sich bei diesen sowohl die Sauerstoffaufnahme als
auch die Leistungsfähigkeit bei sportlicher Anstrengung verbesserte. Eine
konditionsförderliche Wirkung von Q10 auf Personen, die weder an
Krankheiten des Herzens noch der Mitochondrien leiden, ist bislang noch
nicht in Studien be- oder wiederlegt worden, aber erfahrungsgemäß zu
verneinen. Eine direkte oder indirekte muskelaufbauende Wirkung hat Q10
nicht.
In der Nahrung findet man es in Rind- und Schweinefleisch, Geflügel,
Fisch, Eiern, Broccoli, Erdnüssen, aber vor allem in mehrfach
ungesättigten Pflanzenölen wie Soja- oder Sesamöl.
Ab einem Alter von 35 Jahren nimmt die körpereigene Produktion von Q10
immer mehr ab und sollte daher ab diesem Alter in geringen Mengen
zusätzlich zugeführt werden. Vor einer Einnahme vor oder während des
Trainings ist dringend abzuraten, da neuere Studien bestätigen, dass Q10
Muskelschäden vergrößern und die Steigerung der Trainingskapazität
verlangsamen kann.
Quellen:
H.Gärtner/R.Pohl "Der Steroidersatz", BMS Verlag (1994)
Dr. K.T. Flytlie, B.F. Madsen:"Q10, der Brennstoff des Körpers", Verlag
Neue Wissenschaft (1996)
Dr. Joseph Chromiak "Der Ruf der Ergänzungen", publiziert in Muscle &
Fitness (deutsche Ausgabe März 1999)