Reduktionssysteme
Was bedeutet abnehmen?
Abnehmen wollen heißt, Körperfett verlieren zu wollen. Für viele ist
der Blick zur Waage das Hauptkriterium für eine solche Maßnahme und auch
einziger Erfolgsmaßstab. Viele sollten sich allerdings die Frage stellen,
warum sie abnehmen wollen. Aus gesundheitlichen Gründen müssen die
wenigsten abnehmen. Schlank zu sein, macht nicht allein bereits einen
gesünderen Menschen aus. Für die meisten ist es die reine Unzufriedenheit
mit Ihrem Körper, die sie zwingt abzunehmen.
Beliebte Fehler
Die meisten, die den Wunsch haben, dünner zu werden, machen den Fehler,
zu schnell zu viel abnehmen zu wollen. Auf massive Nahrungsverknappung
reagiert der Körper mit einem Notprogramm. Zum einen baut er seine
energiebedürftigsten Organe, nämlich die Leber und die Skelettmuskulatur,
auf ein Mindestmass ab, um so Energie zu sparen. Zum anderen senkt er
seine Stoffwechselgeschwindigkeit, um die zugeführten Nährstoffe
vollständiger zu verwerten als zuvor. Und drittens steigert er seinen
Appetit, was es für einen Abnehmwilligen nicht gerade einfach macht, seine
Diät durchzuhalten. Während Sie eigentlich nur ein paar Pfunde loswerden
wollen, geht es Ihrem Körper um das Überleben.
Meist bestehen weit über 50 Prozent des Gewichtsverlustes solcher
Crash-Diäten aus Muskulatur- und Wasserverlusten. Das Negative hieran sind
nicht nur die deutliche Kraft- und Konditionseinbußen, sondern gerade der
bereits beschriebene verminderte Energiegrundumsatz. Selbst wenn der
Stoffwechsel und der gesteigerte Appetit nicht hinzukämen, wäre es mit der
Zeit immer schwerer, wenig genug zu essen, um tatsächlich auch das
notwendige Energiedefizit zur Gewichtsabnahme zu erreichen, ohne sich
unterzuernähren.
Wer jetzt, aus mehr als nachvollziehbaren Gründen, seine Diät abbricht,
hat schnell mehr Gewicht als er vor der Crash-Diät hatte (Jo-Jo-Effekt).
Trauriger Umstand ist die neue Zusammensetzung des Gewichtes. Das neue
Übergewicht besteht fast ausschließlich aus Fett. Die Muskulatur und damit
die Leistungsfähigkeit kommen nur langsam zurück.
Den Organismus überlisten
Seine Muskulatur während einer Diätphase zu erhalten, ist im Grunde
recht einfach und kann auf verschiedene Wege erreicht werden. Zum einen
sollte man sein Aufbautraining während der Diät natürlich beibehalten und
zum anderen sollte man seinen Proteinkonsum auf jeden Fall bedarfsgerecht
belassen. Wer seine Energiezufuhr nicht weiter als 15-20 Prozent absenkt,
muss weder Angst um seine mühevoll aufgebaute Muskulatur haben noch vor
einem der oben geschilderten Notreaktionen des Körpers. Die
Verstoffwechselung von Proteinen
zur Energiegewinnung geschieht ohnehin nur unter extremen Bedingungen. Bei
einer Reduktion des Kohlenhydratanteils in der Ernährung kann es
angebracht seinzusätzlich
BCAA`s
einzunehmen, da der Körper diese bei solchen Diäten verstärkt zur
Energiegewinnung heranzieht. So ist nicht nur der Erhalt der Muskulatur
möglich, sondern der gleiche Aufbau wie unter einer ausgeglichenen oder
gar positiven Energiebilanz auch.
Die negative Energiebilanz erreicht man durch minimale Einschränkungen
in der Ernährung von maximal 500 Kcal. Begleitend ist eine Erhöhung des
Trainingsumfangs sinnvoll, da dadurch weitere Energie verbraucht wird, die
dann nicht mehr in der Nahrung eingespart werden muss. Auch hierbei gilt
es allerdings die eigene Stoffwechselgeschwindigkeit zu beachten.
Unterstützende Mittel
Die Fettverbrennung selbst kann man durch fettverbrennende Mittel
forcieren. An erster Stelle unter den nicht-steroiden Substanzen stehen
hier
Clenbuterol und
Ephedrin.
Deutlich weniger Nebenwirkungen haben Mittel wie
HCA oder
Pyruvat.
Ob man auf pharmazeutische Fettverbrenner, Fettblocker wie
Chitosan
oder insbesondere bei Mangelzuständen sehr hilfreiche körpereigene
Substanzen wie
Carnitin
zurückgreift, um all seine Möglichkeiten auszuschöpfen, ist nur eine
Einstellungssache. Mancher fühlt sich stolz, es ohne geschafft zu haben,
andere sind nicht willensstark genug, es ohne zu schaffen. Jedem sollte
selbst überlassen bleiben, ob und wie viele Nebenwirkungen und sei es nur
die Verschlankung seines Geldbeutels er in Kauf nimmt, um sein Ziel zu
erreichen. Keiner sollte weniger für seinen Erfolg geachtet werden, nur
weil er seine Diät von Nahrungsergänzungen oder Medikamenten begleiten
lässt. Das verlorene Fett bleibt das gleiche!
Wer diese Punkte beachtet, sollte eigentlich keine Probleme haben,
seinen Körperfettgehalt innerhalb einiger Wochen deutlich zu senken.
Realistisch wäre ein Fettverlust von einem halben bis einem Pfund pro
Woche. Das entspricht einer Einsparung von 1750 - 3500 Kcal wöchentlich,
also bis zu 500 Kcal pro Tag. Ein Ergebnis, dass man mit einer halben
Stunde Lauftraining pro Tag und dem Weglassen der Butter auf dem Brot
bereits erreichen kann.
Möchte man seine Form mittels Diät in der Vorwettkampfphase im
Bodybuilding verbessern, sollte man darüber hinaus sämtliche Milchprodukte
aus seiner Ernährung streichen, da Milchprotein das Unterhautgewebe
schwammig erscheinen lässt.