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Taurin, Threonin, Tribulus Terrestris, Tryptophan, Tyrosin

Taurin

Taurin (Aminoethansulfonsäure) ist eine nicht essentielle Aminosäure und spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des zentralen Nervensystems. Es beeinflußt die Transportvorgänge zweiwertiger Metallionen (Calcium, Magnesium, Zink) und reguliert außerdem den Flüssigkeitshaushalt der Zellen. Taurin verfügt über zellmembranschützende und antioxidative Eigenschaften und fördert die Bildung und Wirksamkeit von Gallensaft (Taurocholsäure) als Emulgator bei der Fettverbrennung. Taurin kann neben der Nahrungsaufnahme vom Körper aus Cystein gebildet werden. Der Gesamtbestand an Taurin im Körper wird auf etwa 30 – 50 g geschätzt.Hoher Gehalt in Muttermilch (40 – 50 mg/L, Taurin ist für Säuglinge essentiell), Fleisch, Fleischextrakte (50 – 60 mg/100g).

Quellen:
K. Arndt:"Leistungssteigerung durch Aminosäuren", Novagenics Verlag (1996)
E. Mindell: "Die Vitamin Bibel", Wilhelm Heyne Verlag München (1985)

Threonin

Threonin ist eine essentielle AS und wichtig für die Produktion von Immunoglobulinen und Antikörpern. Bei hoher körperlicher Belastung kann es zur Energiegewinnung herangezogen werden. Serin und Glycin können vom Körper aus Threonin synthetisiert werden. Threonin werden lipotrope Eigenschaften zugeschrieben.

Größere Mengen an Threonin sind in Milch, Eigelb, Fleisch (5 %), sowie Mehl, Reis Kartoffeln, Hülsenfrüchte (3 – 4 %).

Mangelerscheinungen sind schnelle Ermüdbarkeit und ein niedriger Energielevel. Threonin benötigt für seine Körperfunktionen ausreichend Vitamin B6, Magnesium und Niacin.

Quellen:
K. Arndt:"Leistungssteigerung durch Aminosäuren", Novagenics Verlag (1996)
E. Mindell: "Die Vitamin Bibel", Wilhelm Heyne Verlag München (1985)

 

Tribulus Terrestris

Tribulus terrestris ist eine hauptsächlich in tropischen Gebieten vorkommende Heilkräuterpflanze. Der aus den Wurzeln gewonnene Wirkstoff Protodioscin wird wird schon seit langem zu den unterschiedlichsten medizinischen Zwecken eingesetzt. In China, zum Beispiel, wird Tribulus Terrestris als Heilmittel gegen Störungen der Leber, der Nieren und des Herz-Kreislauf-Systems verwendet. Es findet allerdings auch Anwendung auf den Gebieten der Diuretika, Aphrodisiaka und Antiseptika.

Der größte Effekt von Tribulus terresris ist seine Anwendung in der Behandlung von sexuellen Störungen. Tribulus wird schon seit einigen Jahren in Asien und Bulgarien bei der Behandlung von Impotenz eingesetzt. Tribulus terrestris steigert die Libido bei Männern steigert und und regt die Dauer von Erektionen an. Tribulus terrestris erhöht die Anzahl der Spermien und ihre Mobilität. Bei Frauen wird eine Erhöhung des Progesteron-Levels beobachtet, die Libido und Fruchtbarkeit wird verbessert und Wechseljahrbeschwerden werden reduziert.
Der Grund für diese Wirkungsweise ist , dass Tribulus das LH-Hormon erhöht und somit auch den körpereigenen Testosteronspiegel. LH ist das Hormon, das dem Körper signalisiert, wie viel natürliches Testosteron benötigt wird.
Daneben wirkt Tribulus immunstimulierend, cholesterin-reduzierend und leicht entwässernd. Wichtig für die maximale Wirkung ist die optimale Versorgung des Körpers mit Vitamin C und E sowie dem Spurenelement Zink.

Gemäß den Forschungsergebnissen einer bulgarischen Herstellerfirma namens Sopharma führte eine zehntägige Behandlung von männlichen, impotenten Schweinen mit Tribulus Terrestris zu einer Wiederherstellung der Libido und der sexuellen Reflexe von 71 % der Tiere. Versuche mit Menschen haben bestätigt, dass die Tribulus-initiierte Testosteronausschüttung auch bei sexuell normalen Probanten erfolgt. In einer Studie wurden Testpersonen 750mg Tribulus terrestris pro Tag oral appliziert.
Die Studie ergab eine Erhöhung des LH um 72 % von 14,38 ml/U/ml auf 24,75 ml/U/ml und des freies Testosteron um 41 % von 60 ng/dl auf 84,5 ng/dl. Aus diesem Grund sind auch Bodybuilder sehr an Tribulus Terrestris interessiert. Es gibt mittlerweile mehrere Erfahrungsberichte, die eine Verbesserung der Muskelgröße, der Kraft und Ausdauer belegen.

Quellen:
Studienergebnisse der Firma Sopharma im Internet: www.sopharma.com
B. Phillips:"Sports Supplement Review 3" (1997) 28 – 31
H. Yeung: "Handbook of Chinese Herbs and Formulas" (1983)
Hsu: "Chemical Constituents of Oriental Herbs" (1985)

 

Tryptophan

Tryptophan dient dem Organismus in erster Linie als Baustein zur Proteinsynthese. Daneben wird es vom Körper zu Nicotinsäureamid (Niacin) metabolisiert, weshalb Niacin-Mangelerscheinungen erst bei trypopahnarmer Ernährung auftreten. Weiterhin dient Tryptophan der Synthese des sedativen Neurotransmitters Serotonin. Dieser wiederum dämpft die Nervenreizübertragung und wirkt damit beruhigend und schlaffördernd. Melatonin und Trypsamin sind weitere Syntheseprodukte des Tryptophans, deren Funktionen im Körper noch nicht im vollem Umfang bekannt sind. Tryptophan wirkt positiv auf die Proteinsynthese und wirkt schmerzlindend. In Studien fanden sich Hinweise auf eine erhöhte Ausschüttung von Wachstumshormonen durch Tryptophan. Eine Verminderung der Nahrungsaufnahme durch Tyrosin-Gaben ist wahrscheinlich. In Tierversuchen konnte eine Nierenschutzwirkung von Tryptophan festgestellt werden.

Besonders tryptophanreich sind: Lactalbumin (wasserlösl. Anteil des Molkenproteins) (6,9 g/100g), Molkenprotein (2,1 g/100g), Vollei (1,8 g/100g), Nüsse (1,0 – 1,8 g/100g), Milch (1,5 g/100g), Erbsen, Kartoffeln, Käse, Zwiebeln (1,4 g/100g). Tryptophan wird in Gegenwart von Sauerstoff leicht abgebaut. Deshalb wird Trypothan bei zahlreichen lebensmitteltechnischen Verarbeitungsprozessen abgebaut.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt eine tägliche Menge von 0,25 g. Obwohl Sportler einen erhöhten Bedarf an Tryptophan haben, sollten Dosierungen über drei Gramm vermieden werden, da es sonst zu Blutbildveränderung mit Muskelschmerzen und Müdigkeit führen kann.

Ein Mangel kann zur Hartnup-Krankheit (Symptome wie Pellagra), zu Hauterkrankungen, Defekten im Zentralnervensystem und Depressionen (aufgrund von Mangel an Serotonin). Eine extrem hohe Vitamin B6-Dosierung hemmt den Tryptophan-Stoffwechsel in der Leber.

 

Tyrosin

Die semiessentielle Aminosäuren Tyrosin wird im Körper benötigt für die Funktion von Nebennieren, Schild- und Hirmanhangsdrüse sowie die Bildung von roten und weißen Blutkörperchen. Daneben dient Tyrosin über das Enzym Tyrosinase zum Aufbau von Melanin, dem Haut- und Haarpigment. Wie Phenylalanin ist auch Tyrosin eine Vorstufe zur Produktion von L-Dopa, L-Dopamin, Norepinephrin und Epinephrin. Der Tyrosinbedarf kann auch durch Phenylalanin gedeckt werden.

Tyrosin fällt bei der Umwandlung von Phenylalanin in Norepinephrin an und ist damit keine essentielle Aminosäure. Für Menschen mit Phenylketonurie (PKU) ist Tyrosin essentiell.

Besonders reich an Tyrosin ist Casein (6 g/100g), Milchprotein, Protein aus Erbsen, Bohnen, Nüssen.

Tyrosin hat eine stimmungsaufhellende Wirkung und wirkt appetitzügelnd. Tyrosin-Supplemtierung soll zu einer verstärkten Ausschüttung von Wachstumshormon (HGH) und als "Gehirn-Nährstoff" zu besserter geistiger Leistungsfähigkeitführen.

Quellen:
K. Arndt:"Leistungssteigerung durch Aminosäuren", Novagenics Verlag (1996)
E. Mindell: "Die Vitamin Bibel", Wilhelm Heyne Verlag München (1985)